Schüleraustausch mit Conegliano - 2002

 

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  Die Hinfahrt nach Conegliano

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  Ankunft in Conegliano

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  Meine italienische Familie

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  Venedig

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  Wein

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  Schule

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  Stadtführung durch Conegliano

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  Wandertag

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  Das Kloster nach der Wanderung

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  Carnevale!

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  Tränen in Mestre



Die Hinfahrt nach Conegliano

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Ein Bericht von Mario Neumann

Die Hinfahrt war äußerst schlaflos für einige der Italienisch-Crew - so erging es jedenfalls der Jungengruppe mit Murat, Ron, Christoph, Adrian und mir. In der Nacht schloß sich Carolin uns an, als es ihr bei ihrer schlafenden Gruppe zu langweilig wurde. Aber fangen wir doch erst einmal ganz von vorne an!

Der Bahnhof oder Abschied von unseren Eltern



Um 19:15 Uhr trafen wir uns am Bahnhof an der großen Uhr. Während auf dem großen Fernseher CNN lief, redeten uns unsere aufgeregten Eltern noch die Ohren voll, von wegen: "Hast Du auch alles eingepackt?" und so. Doch die Probleme unserer Eltern konnten uns nicht so recht interessieren. Die letzten Worte allerdings wurden erst auf dem Bahnsteig 3 geredet. Zu unserer großen Freude war dies aber auch bald vorbei. Nachdem wir dann erstmal in den Zug gestiegen waren, fing das Rumgedränge mit den riesigen Zweizentnerkoffern an. Während wir unsere Abteile suchten, wurden wir vom Anfahren des Zuges überrascht: Schnell Fenster auf und winke, winke machen! Als die Eltern endlich außer Sicht waren, kamen erst einmal die ersten Tränen..... Freudentränen..... naja, Scherz bei Seite! Wir haben uns schließlich im Abteil 95 wiedergefunden und machten es uns gemütlich.
Reise in Italien

In Mailand mussten wir umsteigen. Wir stiegen in einen Regionalzug, wie es sie in Deutschland genauso gibt. Wir mussten uns beeilen, weil der Zug jeden Augenblick abfahren konnte. Im Regionalzug war es ziemlich langweilig. In unserem Abteil spielten wir "Ich packe meinen Koffer", Fingerkloppe und Anderes. Andere liefen durch die Waggons und unterhielten sich in verschiedenen Sprachen mit anderen Fahrgästen.
Unser Abteil war vollgestopft mit Koffern und uns natürlich. Es war sehr stickige Luft, aber wir wollten das Fenster nicht öffnen, da es sonst wiederum zu kalt gewesen wäre. Deshalb freute ich mich auch einigermaßen, als wir in Venedig ankamen, wo wir auch umsteigen mussten, aber eine halbe Stunde Aufenthalt hatten. Da endlich hatten wir den ersten Eindruck von Venedig (siehe auch eigenen Abschnitt).
Wir teilten uns in 2 Gruppen: Die erste konnte sich ein wenig in Venedig umsehen, während die andere auf das Gepäck aufpasste, und andersrum natürlich auch. Ich war in der ersten Gruppe. Soviel haben wir aber zu Anfang auch nicht gesehen... wir sind nur über die Bahnhofsbrücke gelaufen, haben auf den Canal Grande hinuntergeschaut und uns eine Fußgängerzone (logisch) angesehen, wo sich einige Schmuck- und Souvenirläden befanden. Wir hatten ungefähr 15 Minuten Zeit. Die anderen 15 waren dann für die zweite Gruppe.


Ankunft in Conegliano

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In dem Zug von Venedig nach Conegliano, waren wir alle schon sehr aufgeregt und machten uns Gedanken, wie uns unsere Austauschschüler empfangen würden. Nach ca. 1 Stunde war es dann soweit und unsere Gruppe stand vor der Zugtür. In Conegliano angekommen, stiegen wir alle sehr schüchtern aus. Ein paar Meter vor uns standen die Austauschschüler mit ihren Familien. Diese waren genauso aufgeregt wie wir. Die italienischen Schüler kamen auf uns zu und begrüßten uns. Wir blieben noch eine Weile am Bahnhof stehen, bis jeder seine Familie gefunden hatte und dann von dieser nach Hause gefahren wurde.



Meine italienische Familie

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Schon im Zug habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wer oder wie meine Austauschfamilie wohl sein würde.

Am Bahnhof angekommen, stand meine Austauschschülerin Giorgia mit ihrer Familie da und wartete auf mich. Sie begrüßten mich und freuten sich, dass ich da war. Wir sind nach Hause gefahren. Dort angekommen, habe ich gedacht, ich bin auf einem Bauernhof. Es ist ein riesengroßes Haus mit einem sehr großen Garten. Achtzehn Hunde, ein Esel, eine Ziege, ein Hamster, viele Hühner, Vögel und Fische erwarteten mich. Ich habe mich wie in einem Zoo gefühlt. Mein Gastvater ist Arzt für Allgemeinmedizin und meine Gastmutter arbeitet als Sprechstundenhilfe in einer Zahnarztpraxis. Als ich krank wurde, war das sehr praktisch, man gab mir sofort Medizin, damit ich schnell wieder gesund wurde. Ich legte mich ins Bett und da kam meine "Mami" noch einmal herein, um mir zu sagen, dass ich sie, wenn ich wach werden sollte, aufwecken sollte. An einem Tag hatte ich auch etwas Heimweh, da haben sie mich getröstet und versucht, mich auf andere Gedanken zu bringen ( z.B. mit Computerspielen, Fernsehgucken...). Sie haben mich wie ihre eigene Tochter behandelt. Giorgia und ihre Schwester haben mit mir immer Spiele gespielt. Beim Einkaufen haben sie mich immer gefragt, was ich haben will und was ich so mag. Meine "Mami" fragte mich immer vor dem Essen, ob ich das auch mag, was sie kochen wollte oder ob sie etwas anderes kochen sollte. Meine "Mami", mein "Papi" und meine "Schwestern" waren immer sehr besorgt um mich; z.B. haben sie mich immer gefragt, ob ich müde bin, ob ich Hunger habe und ob mir langweilig ist. Meine Austauschschülerin hat mich in der Zeit, wo ich bei ihr und ihrer Familie war, in ihrem Zimmer schlafen lassen. Oma und Opa wohnen neben an und haben immer versucht, sich mit mir zu verständigen. Ich verstand meistens nicht viel. Nach der Schule musste meine Austauschschülerin immer den Esel füttern und hat mich mitgenommen.

P.S. Ich möchte meiner Austauschfamilie in Italien danken, dass sie mich so nett und freundlich aufgenommen hat. Ich hoffe, dass wir noch lange in Verbindung bleiben werden. Ich denke immer an die schönen Tage, die ich mit ihr verbringen durfte, zurück. Ich vermisse alle sehr.

Ein Bericht von Maximiliane Dué


Venedig

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Am Dienstag sind wir schon morgens eine Stunde mit dem Zug nach Venedig gefahren. Es war sehr schön im Zug, denn wir hörten Musik oder spielten "ich packe meinen Koffer". Es war sehr nebelig als wir am Bahnhof von Santa Lucia ankamen. Wir sind quer durch Venedig gelaufen. Sogar über die Bahnhofsbrücke, eine der drei Brücken über den Canal Grande. Über schmale Kanäle, kleine Brücken und durch enge Gassen sind wir spaziert. Es war sehr anstrengend. Die erste Station war die Scuola San Rocco, die zweite die Universität Ca Foscari, die sich in einem alten Palazzo mit einem schönen Eingangstor und einem Innenhof mit Brunnen befindet. Wir gingen weiter und haben Arbeiter beim Pflastern der Straße beobachtet und gesehen, dass in Venedig nur in Sand verlegte Steine und kein Asphalt verwendet wird. An einer anderen Stelle haben wir beobachtet, wie ein Kanal von Schlamm gereinigt wurde. Dort haben wir einer Gruppe von Japanern in einer Gondel zugewinkt. Man kann sich in Venedig nur zu Fuß oder mit Booten fortbewegen. Heute gibt es auch Motorboote, aber früher fuhren auf den Kanälen nur die berühmten Gondeln, die es nur in Venedig gibt. Es gibt hier sogar Verkehrszeichen für Gondeln!!


 

Das Spannenste aber war für uns der Markusplatz mit tausenden von Tauben. Wir haben die Tauben mit Brot gefüttert und sofort kamen alle auch von anderen Stellen, um unser Futter zu fressen. An einem Ende des riesengroßen Markusplatzes steht die sogenannte Markuskirche. Wir waren oben auf der Markuskirche bei den vier bronzenen Pferden und haben uns den Markusplatz von dort angesehen. Natürlich haben wir auch Fotos gemacht, aber auf den meisten Fotos ist durch den immer stärkeren Nebel nicht viel zu erkennen. Als wir noch Hunger hatten, haben wir einen kleinen Zwischenstop bei Mc Donalds ( das gibt es auch in Venedig! ) eingelegt. Nachdem wir uns so gestärkt hatten, sind wir auf dem Vaporetto ( das sind die Linienbusse im Wasser ) zurück zum Bahnhof Santa Lucia gefahren. Dort hätten wir beinahe unseren Zug nach Conegliano verpasst . (Christoph Anza')



Wein

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Wein und Grappa

 
 
 

Die Region Venetien, insbesondere die Provinz Treviso, versucht schon eine geraume Zeit in Italien eine Führung auf dem Gebiet des Weinbaus zu erringen, während weltweit Weine wie Prosecco, Amarone oder Bardoloni sehr geschätzt werden. Die Touristen aus Italien und auch aus anderen Ländern nehmen oft gerne eine Kostprobe aus den verschiedenen Anbaugebieten.

In meiner Familie, hatte der Vater meiner Austauschpartnerin eine Weinkellerei. Diese haben wir am Mittwoch besichtigt.
Nachdem wir uns die Weinkellerei ausreichend angesehen hatten durften die Lehrer und Eltern auch ein Schlückchen probieren. Wir tranken Cola und Fanta! Danach fuhren wir zu einer Grappadestillerie, wo man uns erklärte, wie man Grappa herstellt: Die Reste der Weintrauben nach der Weingewinnung ( Trester ), werden dazu gebraucht, Grappa herzustellen. Der Trester wird erhitzt und durch ein kompliziertes Verfahren gewinnt man das hochprozentige alkoholische Getränk.

(von Marcel und Adrian)

 

Schule

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In unserer italienischen Partnerschule:

 
 


Die Schule Cima da Conegliano ist viel kleiner als unsere Schule. Es gibt nur 170 Schüler in drei Klassenstufen. Sie umfasst die Klassenstufen 6-8. Auch die Klassen sind kleiner als bei uns.


Als wir am Montag zur Schule kamen, wurden wir herzlich begrüßt und erhielten im Lehrerzimmer ( ! ) erst einmal Getränke, leckere Tramezzini und Kuchen zum Empfang. Dann wurden wir in die Klassen gebracht, wo wir am Unterricht unserer Austauschpartner teilnehmen konnten.



Am Mittwoch war Europatag, deshalb haben die Schüler der ganzen Schule uns auf ihren Instrumenten Lieder vorgespielt und in verschiedenen Sprachen gesungen. Dann haben wir unser zweisprachiges Theaterstück, das wir in Bochum mit dem italienischen Schauspieler Giampiero Piria eingeübt hatten, aufgeführt.

Am Donnerstag hatten wir Keramikunterricht. Die Lehrerin hat uns als erstes erklärt wie wir arbeiten sollten. Jeder durfte dann einen Rohling, entweder ein Tier oder ein Schild, aussuchen und es bemalen. Wir bekamen Pinsel und eine spezielle Farbe für Porzellanmalerei. Diejenigen Schüler, die Tiere hatten, mussten noch mit einem kleinen Schwamm arbeiten. Als wir alle fertig waren, wurden alle Tiere und Schilder in den Ofen gestellt. Am letzten Tag, vor unserer Rückreise haben wir die fertigen Teile dann abgeholt und als Geschenk mit nach Hause genommen.

(Adrian und Murat)

 

 

Stadtführung durch Conegliano

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Conegliano verdankt seinen künstlerischen Ruhm dem bedeutenden Maler Giovan Battista Cima, der hier im 15. Jh. lebte und von dem die Stadt bekannte Werke besitzt. Das Geburtshaus des Künstlers ist heute ebenfalls ein Museum.

 

 

   

Um 14.30 Uhr haben wir uns am Piazza Cima getroffen. Als wir alle eingetroffen waren stellte uns Frau Marcon unsere Stadtführerin vor und gemeinsam machten wir uns auf den Weg zum Dom. Dort gingen wir in einen großen Saal, in dem die Wände mit Szenen aus dem Leben und der Geschichte Jesu bemalt waren. Es war ein wenig dunkel wir durften auch kein Licht anmachen, das wäre Schädlich für die alten Fresken. Wir entdeckten nach längeren Betrachten immer mehr Details und man Erklärte uns diese sehr ausführlich. Nach einer guten halben Stunde verließen wir die Sala dei Battuti. Auf dem Weg zur Castello - Burg liefen wir die älteste Straße von Conegliano entlang. Wir gingen die steile, malerische "Calle della Madonna della Neve" einen von Wehrmauern aus dem 14. Jh. gesäumten Weg hoch, der die Burg mit der Altstadt verbindet. Oben angekommen sahen wir schon die Burg.
Leider konnten wir das Museum in der Burg nicht besichtigen, da es zu der Zeit geschlossen war. Dennoch genossen wir die Aussicht "unseres Ortes" von oben und machten ein paar Fotos. Von dort aus gingen wir langsam zur Hauptstraße hinunter in der sich wir den Dom mit seinem erst kürzlich restaurierten Außenfresken besichtigten. Conegliano besitzt weiterhin viele Häuser deren Außenwände mit sehenswerten Fresken verziert sind.
Durch einen breiten Bogengang gingen wir schließlich zum Dom, in dem ein herrliches Hauptaltarblatt "Sacra Conversazione" von Cima da Conegliano zu sehen ist. Diesem Bild schenkten wir besonders viel Aufmerksamkeit, da das Bild viele Details enthilet, die wir erst nach und nach endeckten.



Wandertag

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Einmal sind wir in den Voralpen wandern gegangen. Es war schönes Wetter, der Nebel der letzten Tage war verschwunden, die Sonne schien und wir hatten eine gute Sicht.

Nachdem der Bus uns am Fuß der Berge abgesetzt hatte, machten wir uns unter der Führung von zwei Führern des Alpenvereins auf den Weg nach oben. Nach einer Weile wurde es uns ganz schön warm und unsere Bergführer rieten uns, die dicken Jacken auszuziehen. Bei so einer Wanderung kleidet man sich am besten im Zwiebel-Look, dann kann man ein Kleidungsstück nach dem anderen ablegen, wenn es zu warm wird.

Auf unserem Weg machten uns die Bergführer auch auf erste Pflanzen aufmerksam, die nach dem Winter schon blühten und wir entdeckten sogar eine "Lucertola". Unser erstes Ziel war ein Wasserfall, den wir uns allerdings etwas größer vorgestellt hatten. Aber nach der langen Trockenheit kam nur ein dünnes Bächlein vom Berg herabgeplättschert.

Eine weitere Rast machten wir an einer Gedenkstätte für die im Krieg gefallenen Gebirgsjäger. Von dort ging es bergab, an einem fast trockenen Wasserlauf entlang, wo noch die Reste alter Wassermühlen zu sehen waren.

Es hat den meisten Kindern Spaß gemacht, die Natur der Berge zu erleben, aber einige fanden es doch sehr anstrengend und sie waren glücklich, endlich wieder im Dorf zu sein und sich in dem kleinen Café auf dem Dorfplatz mit Getränken, Süßigkeiten und Eis zu stärken.

Als wir aufgegessen hatten, fuhren wir weiter zu der Abtei von Folina, die wir noch besichtigen wollten.



Das Kloster nach der Wanderung:

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Nachdem wir erschöpft, total fertig und glücklich am Bus ankamen, fuhren wir noch zu einem nahegelegenen Kloster. In dem Kloster stand ein sehr schön verzierter Springbrunnen den wir erst einmal erkundeten. Danach kam ein Mönch zu uns, der uns nett begrüßte.
Er erzählte uns, dass die ersten Mönche, die dort ein Zuhause fanden, Mönche waren, die nach der Regel des Heiligen Benedikt lebten, also Mönche des Benediktinerordens waren. Er erzählte uns auch noch, dass das Kloster sehr sehr alt ist. Dann guckten wir uns die Säulen an, die den Innenhof umgaben, den sogenannten Kreuzgang. Sie hatten sehr schöne Verzierungen, die auch alle eine Bedeutung hatten. Wir fanden das alles faszinierend und interessant. Danach gingen wir in die angrenzende Kirche, wo die Mönche jeden Tag beteten. In der Kirche gab es eine sehr schön aufgebaute Krippe, sie war beleuchtet und es kam uns vor, als würden wirklich Sterne am Himmel sein. Danach schauten wir uns noch alles gut an und gingen dann zum Bus zurück.

 

Carnevale!

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Am Samstag, den 2.2.2002, ein Tag vor der Abreise, war Karnevalfeier angesagt. Wir haben uns alle bei Murats Austauschfamilie getroffen, um uns zu verkleiden. Die Mutter hatte schon Wochen vorher begonnen, Kostüme in ihrem Bekanntenkreis auszuleihen. Wir hatten jetzt die Auswahl: Hase, Mexikaner, Hexe, Tiger, Prinzessin oder Scheich aus dem Orient. Natürlich war es nicht leicht, sich zu entscheiden, doch schließlich hatte sich jeder ein Kostüm ausgesucht und wurde geschminkt. Die Italienischen Mädchen hatten teilweise sehr schöne Kleider an, zum Beispiel waren sie als Spanierin oder Königin verkleidet. Das fand ich besonders schön. Ich selbst hatte ein blaues Seidenkleid gewählt und war passend in blau dazu geschminkt. Die Haare hatte ich hoch gesteckt. Das fand ich sehr elegant. Als alle fertig waren, sind wir zum Restaurant gefahren. Der Weg dorthin war sehr lang. Zwischendurch mussten wir anhalten, um zu warten damit alle mitkamen. Nach ungefähr einer Stunde kamen wir am Restaurant an. Das Restaurant war ganz im Wald versteckt. Im Restaurant gab es ein Essen mit vielen Gängen und es hat allen sehr gut geschmeckt. Nach dem Essen sind wir Kinder alle rausgegangen, denn im Dunklen in einem italienischen Wald fanden wir es in unseren Kostümen sehr aufregend. Gegen 11.30 Uhr sind wir mit unseren Familien nach Hause gefahren. Ich war sehr sehr müde, aber es war ein schönes Fest.



Tränen in Mestre

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Am 03.02.2002 trafen wir uns am Bahnhof in Mestre, um die Rückreise anzutreten. Als alle angekommen waren, gingen wir gemeinsam zum Gleis. Da schaute ich Carolin an: Sie hatte Tränen in den Augen und schon musste ich auch weinen. Und dann fingen alle an zu weinen, weil wir alle so nette Austauschfamilien hatten und uns von unseren neuen Freunden trennen mussten. Wir umarmten und verabschiedeten uns von unseren "Familien" und stiegen traurig in den Zug, wo es noch etwas weiter ging mit den Tränen. Dort war aber auch erst mal Chaos angesagt, weil wir alle so große Koffer hatten und sie ja irgendwie verstaut werden mussten. Doch nach einer Stunde saßen wir alle auf unseren Plätzen und redeten... Wir haben uns über die Geschehnisse der letzten Woche unterhalten und uns so alle wieder aufgemuntert. Danach ging es uns wieder besser. Einige haben sich "Italien 2002" oder "Italia 2002" aufs Gesicht geschrieben, darüber haben wir alle gelacht und die Aufmerksamkeit der anderen Fahrgäste erregt. In Mailand mussten wir umsteigen, und hatten auch etwas Aufenthalt. Wir mussten auch auf unsere Koffer aufpassen und die Lehrer hatten Angst, dass sie einen von uns verlieren würden. Da es in Italien leider auch Kriminelle gibt.
Aber es war auch sehr lustig am Bahnhof, weil Christoph und Murat sich die Karnevalshüte, von Frau Marcon und Frau Koch aufgesetzt hatten und wieder alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten.
Schließlich konnten wir in den Zug einsteigen, in dem es keinen Strom und kein Licht gab. Doch wir durften uns trotzdem schon auf die Abteile verteilen.
Im Zug haben die meisten nicht viel geschlafen, vor allem weil Maxi, Marcel und Adrian unbedingt Geist spielen mussten!!!!
Aber morgens waren alle wieder hellwach, um ihre Familien zu begrüßen. Abends waren wir zwar alle traurig gewesen wegzufahren, aber wir waren auch wieder froh zu Hause zu sein.